Misfits 1×01 – Episode One

„You lot? Superheroes?“

Was passiert
MisfitsAlisha, Kelly, Simon, Curtis, Nathan und Gary – fünf Jugendliche, die aufgrund von verschiedenen Delikten zu Sozialdienst im örtlichen Gemeindecenter verurteilt werden. Kurz nach Dienstantritt geraten sie in ein seltsames Gewitter und werden vom Blitz getroffen. Bald gehen die merkwürdigsten Dinge vor: Kelly kann Gedanken lesen, Simon sich unsichtbar machen, Curtis die Zeit zurück drehen und Alisha mit einer Berührung alle Männer scharf auf sich machen – und Gary liegt samt Blutlache tot in einem Locker, während ein durchgedrehter Bewährungshelfer hinter ihnen her ist. Zeit für so was wie Superhelden.

Was Sache ist
Misfits ist Ende letzten Jahres mit der fünften Staffel ausgelaufen, dringend Zeit also für eine zweite Runde. Ich liebe diese Serie, und das liegt nicht zuletzt daran, dass sie sämtliche Superheldenklischees weiträumig umschifft, auf einer sehr britische Art. Nichts gegen Serien wie Heroes – zumindest nicht sehr viel -, aber heroische Weltretter hat es inzwischen wohl genug gegeben, auf der Leinwand wie im Fernsehen, und es ist womöglich dann doch zu viel verlangt, dass jeder Durchschnittsmensch, ausgestattet mit einer Superpower, sofort zum selbstlosen Clark Kent würde (was etwa Supernatural 2×05 „Simon Said“ schön aufgreift). Weltretten ist anstrengend und wird in aller Regel nicht mal besonders gut bezahlt. Unsere Misfits immerhin sind schon damit überfordert, ihren Sozialdienst abzuleisten, ohne dass das in einem Blutbad endet. Aber der Reihe nach.

Kelly ist tough, street-smart, nicht gerade scheu und wohnt, zu Beginn jedenfalls, mit ihrem Freund zusammen. Über Alisha erfahren wir zunächst eher wenig, abgesehen davon, dass sie eine hohe Meinung von sich selbst hat und nicht gerade vor Prüderie strotzt. Curtis war Läufer und wurde wegen Drogenbesitzes verurteilt, neben einer zweijährigen Sperre, die spürbar an ihm kratzt. Nathan, der Großsprecher, ist gerade zu Hause rausgeflogen, was nicht zuletzt an seiner Neigung liegt, sich bei jeder Gelegenheit über andere lustig zu machen. Simon wirkt zurückhaltend, ein wenig menschenscheu – und hat offenbar ein Haus angezündet. Fünf Kids, die nicht viel gemeinsam haben, außer dass sie gemeinsam Graffitis von Wänden schruppen und, wenn schon nicht die Welt, dann wenigstens ihre eigenen Ärsche retten. Die Situation allein ist schon Gold wert, zumal witzig geschrieben und toll gespielt. Höhepunkt der ersten Folge: Die grandios geschnittene Sequenz mit Alishas Flaschenblowjob und Kellys Flucht vor dem durchgedrehten Bewährungshelfer, der ein erstes Anzeichen dafür ist, dass das mysteriöse Unwetter garantiert nicht nur Clark Kents und Peter Parkers hervorgebracht hat.

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