Misfits 1×02 – Episode Two

„It’s not like this situation is backed up by a wank-load of logic.“

Was passiert
MisfitsAls die Gang beim Müllaufpicken einen bewusstlosen, nackten Mann auf der Straße findet, wird schnell klar, dass sie nicht die einzigen sind, die vom Unwetter betroffen sind. Der Mann stellt sich als neuer Freund von Nathans Mutter heraus, was Nathan zum Anlass nimmt, bei sich daheim einzubrechen. Während die Misfits im Community Center zur Altenbetreuung eingeteilt werden, trifft Nathan eine junge Frau, die sich für ihn zu interessieren scheint, Alisha und Curtis beginnen miteinander zu flirten, und Simon stellt fest, dass man mit Superheldenkräften nicht nur die Welt retten kann.

Was Sache ist
Okay, eine Nathan-Folge. Das war zum einen absehbar, weil Nathan zumindest der auf den ersten Blick zugänglichste Charakter ist (die Rolle des größten Klischees immerhin fällt wohl eher Simon zu). Es ist aber auch eine etwas merkwürdige Wahl, weil wir nichts über Nathan erfahren, was wir nicht in der Pilotfolge schon wussten: Er hat Probleme mit den Freunden seiner Mutter, er ist im Großen und Ganzen ein Arschloch (besonders in der Szene, in der Superhero-Komplex-Simon ihm seine Hilfe anbietet), hat aber seine weiche Seite – und sein Arc in dieser Folge ist durchaus gelungen, nicht übertrieben dargestellt, keine Frage. Aber wir wissen immer noch nicht (sicher), wofür er Sozialstunden bekommen hat, und vor allem wissen wir seine Superkraft nicht. Die Folge scheint eher in Richtung „Wir haben eine sehr begrenzte Anzahl an Folgen pro Staffel, also müssen wir schnellstmöglich Motive und Ton etablieren, und das geht am besten mit Nathan“ zu gehen, was zwar nachvollziehbar, aber natürlich auch schade ist, obwohl es bei der Erstsichtung nicht wirklich auffällt. Dafür ist Misfits einfach zu gut geschrieben.

Wenig Kelly in der Episode, bis zum Ende hin, wo sie sich ein bisschen als gute Seele der Gruppe geben kann, was ihrem Charakter steht, weil er so gar nicht dafür geschaffen zu sein scheint. (Darum ist Kelly auch die spannendste Figur der Serie, zumindest bis Staffel 3.) Simon lernt in dieser Folge vor allem, dass die Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen, nicht nur zum Weltretten taugt. Die Umkleideszene hätte creepy und sexistisch wirken können. Tut es aber nicht, weil sie im Gegenteil viel über seine Verletzlichkeit als Charakter aussagt, die auch im Dialog mit „shygirl18“ zum Vorschein kommt.

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