House of Cards 2×13 – Chapter 26

„He’s in the darkness now, and I’m his only beacon of light. Now we gently guide him towards the rocks.“

Was passiert
House of Cards Season 2Präsident Walker und Frank versuchen beide, Tusk in der Affäre um illegale Spendengelder auf ihre Seite zu ziehen – Walker mit dem Versprechen eines Pardons für Tusks Beteiligung, Frank mit der Versicherung, dass Walker nicht mehr lange im Weißen Haus bleiben wird. Als Tusk Frank im Regen stehen lässt, wendet dieser sich an den Präsidenten und unterbreitet vorgeblich ein Angebot zur Versöhnung. Gavin Orsay, der den Zusagen des FBI misstraut, erpresst ein Treffen mit Doug und verlangt Schutz von ihm. Er weiß über Rachel und ihr Versteck Bescheid, was Doug zu einer hastigen Reaktion zwingt.

Was Sache ist
Ein durchweg zufriedenstellendes Finale, auch wenn ich es reichlich unglaubwürdig finde, dass Walker sich nach all dem entschließt, Frank weiterhin zu vertrauen. Okay, er steht mit dem Rücken zur Wand, aber so geschickt ist Frank nun auch nicht vorgegangen. Die Serie ist nicht gar so subtil, wie sie gerne sein möchte, was ich letztendlich schon akzeptieren kann, weil es im Kern ja nicht wirklich um (inhaltliche) Politik geht. In diesem Sinne wird die Serie nicht ewig laufen können, weil Frank als Hauptcharakter nur bedingt Potential hat und statische Hauptcharaktere eben nur eingeschränkt funktionieren. In dem Sinne hat mir Claires Zusammenbruch gut gefallen; er hebt sie ein wenig von Frank ab, worauf die nächste Staffel sich mehr fokussieren werden muss, denn wie das schöne Ende der Folge zurecht visualisiert, im Oval Office sitzt Frank letztlich allein, mehr als zuvor. Da ist schon Potential für Dynamik vorhanden, auf die man gespannt sein kann. Doug Stampers Ende: Jaah … Es hat sich abgezeichnet, so oder ähnlich. Ich bin ein bisschen betrübt; man dürfte gemerkt haben, dass er sich zunehmend zu einem meiner Lieblingscharaktere gemausert hat.

Seine Rolle wäre für die nächste Staffel wohl ohnehin weniger gut zu gebrauchen gewesen, was generell eine Schwierigkeit sein wird: Das soziale Korsett eines Präsidenten ist eng genug, um die für House of Cards essenziellen Interaktionen arg zu verkomplizieren. (Man denke nur, wie Claire und Frank es hassen werden, im Weißen Haus wohnen zu müssen, was man ihnen ja schon fast wieder gönnt.) Tusk und Feng sind damit ebenfalls abgehakt; ob Gavin noch eine Rolle spielen wird, bleibt offen. (Ich hoffe nicht.) Ayla Sayyad und Jackie Sharp, auch Catherine Durant werden wichtig bleiben, dazu weitere Mitglieder des Kabinetts und sicher auch das FBI. (Meh …) Ich werde wohl keine Zusammenfassung der Staffel mehr schreiben, darum ein kurzer Abschluss an dieser Stelle: Ich habe über vier Monate für 13 Folgen gebraucht, was mindestens nahe an einem Negativrekord sein dürfte. Gerade zur Mitte hin hätte mein Interesse nicht viel geringer sein können. Nach Zoes Abgang fehlte einfach ein Antagonist; ein Charakter wie Franks funktioniert ohne einen ausgeglichenen Konterpart eben nur sehr eingeschränkt, und dafür war weder Tusk noch Remy auch nur ansatzweise gut. Die letzten paar Folgen hat die Dynamik es rausgerissen, für die nächste Staffel muss ein neues Rezept her. (Die Serie dürfte sich dann mehr auf tatsächliche Politik konzentrieren müssen.) Ob ich dann weiterschaue, wird womöglich davon abhängen, was dieses Jahr an Neustarts zu verbuchen ist. Wirklich überzeugt hat House of Cards in diesem Jahr jedenfalls nicht.

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