The Theory of Everything (2014)

„There should be no boundaries to human endeavor. We are all different. However bad life may seem, there is always something you can do, and succeed at. While there’s life, there is hope.“

Was passiert
The Theory of Everything1963, auf einer Party, trifft Jane Wilde den jungen Physiker Stephen Hawking, der brilliant, aber unfokussiert vor seiner Doktorarbeit steht. Ein Vortrag von Roger Penrose bringt ihn auf die Idee, die Entstehung des Universums zu erklären. Kurz darauf wird Hawking ins Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose lautet ALS, eine Nervenkrankheit mit einer mittleren Lebenserwartung von zwei Jahren. Jane ermuntert ihn, dagegen anzukämpfen, doch die Krankheit beraubt ihn nach und nach der Kontrolle über seinen Körper, während er der Grundformel der Universums immer näher kommt.

Was Sache ist Nach einem solchen Film über menschliche Fähigkeit und Zähigkeit ist es fast schon lächerlich, dass ich mich immer noch nicht zum Ende von „A Brief History of Time“ vorgekämpft habe. Nicht einmal, dass sich das Buch furchtbar lesen würde; so wenig, wie man „The Theory of Everything“ Verkopftheit vorwerfen könnte. Um Physik geht es hier allenfalls am Rande. James Marsh hat einen durchaus außergewöhnlichen Liebesfilm gedreht, einen Film über das, wozu Menschen in der Lage sind, auch wenn sie, wie Hawking erkennt, gelegentlich Hilfe benötigen. Rund und träumerisch in Szene gesetzt, nicht zuletzt gestützt auf den fabelhaften Score von Jóhann Jóhannsson („Forces of Attraction“!), gewinnt der Film seine für meinen Teil unerwartete Anziehungskraft aber vor allem durch Eddie Redmayne und Felicity Jones, die beide ganz erstaunlich umeinander kreisen und miteinander glänzen, Redmayne mit einem mimischen und körperlichen Kraftakt, den zu bewundern nicht nur Awards-Jurys leicht fallen dürfte, aber eben auch die zauberhafte Jones, die zurecht einen prominenten Platz in diesem Film einnimmt, der eben mehr als ein Stephen-Hawking-Biopic ist. Ein Drama, aber keines zum Schlechtfühlen, bei weitem nicht. Ein Film über das Leben, die Unwahrscheinlichkeit und die Schönheit, zeitlos.

The Theory of Everything (UK 2014) | Regie: James Marsh | Skript: Anthony McCarten | mit Eddie Redmayne, Felicity Jones, Charlie Cox, David Thewlis, Harry Lloyd | 123 Min.

Andere Meinungen: Frau Flinkwert, Owley

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