Girls 4×05 – Sit-In

„Think of all your ups and downs, your hopes and fears. How many of them have been yours, and how many of them have been constructs of romantic discord?“

Was passiert
Girls - Season 4Als Hannah bei ihrer abrupten Rückkehr aus Iowa herausfindet, dass Adam inzwischen eine neue Freundin hat, hat sie einen mittelschweren Zusammenbruch und verbarrikadiert sich in ihrem alten Zimmer. Der Rest der Clique ist dabei keine große Hilfe: Shosh versucht es mit Resolutheit, was nicht ihre größte Stärke ist; Jessa hat von Adams neuer Flamme seit Langem gewusst; Ray ist immer noch zu aufgebracht wegen dem Straßenlärm vor seiner Wohnung, als dass er sich um anderer Leute Probleme kümmern könnte; und Marnie ist mit Desi beschäftigt und darum nicht erreichbar.

Was Sache ist
Ein Nachteil der „Girls“-Fluffigkeit ist, dass es schwer ist, sich ein Jahr später noch an Details einzelner Episoden zu erinnern. (Sieht man von den wenigen wirklich herausragenden Folgen ab, die meist auch inhaltlich aus der jeweiligen Staffel herausgehoben sind, wie Hannahs Time-Out mit Patrick Wilson in Season 2.) Entsprechend habe ich kaum noch Erinnerungen daran, ob und wie Hannah und Adam ihren Abstecher nach Iowa diskutiert habenn; ich tendiere aber eher zu „überhaupt nicht“. Die Funkstille, solange Hannah in Iowa war, ließ ihre Beziehung eher im Ambivalenten. Kommunikation in einer Beziehung ist wichtig, liebe Kinder; dass das in „Girls“ nie zum Standartrepertoire der Charaktere gehörte, ist allseits bekannt. Nach der relativ abrupten Art und Weise, wie Hannah Adam hat sitzen lassen, kann ich ihm seine fixe Neuorientierung kaum verübeln. (Hat das vielleicht etwas zu tun, dass Mimi-Rose ausgerechnet von Gillian Jacobs, of „Community“ fame, gespielt wird?)

Die anschließende Nummernrevue der Gang war amüsant und ein wenig herzig (Shosh), etwas belanglos (Jess; es hat den Anschein, als würde Dunham et al. nichts Neues mehr einfallen, was mit diesem Charakter anzustellen wäre, was umso ärgerlicher für die wunderbare Jemima Kirke ist), noch belangloser (Marnie; ugh), schräg (Caroline und Laird, die ich beide völlig vergessen hatte) und ein wenig neben der Spur (Ray), alles in allem aber durchaus gelungen. (Streckenweise bekommt man das Gefühl, dass der Titel „Girls“ auch als Antithese zu „Friends“ gemeint ist, wenn man einen auch nur im Mindesten funktionalen Freundschaftsbegriff ansetzt.) Die Stars in dieser Folge waren aber unbestreitbar Dunham und Adam Driver, deren Figuren so wunderbar mit- und gegeneinander funktionieren, wenn man sie lässt und nicht in die falsche Korsetts zwängt. Ihre Aussprache zum Schluss der Folge war eine der besten Szenen der Staffel bisher; regelrecht reinigend, auch wenn ich nicht glaube, dass das ein Abschied für immer war.

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