Girls 4×10 – Home Birth

„Life, man. I can’t guarantee perfection, but I can guarantee intrigue.“

Was passiert
Girls - Season 4Für Desi und Marney bringt das vierte Staffelfinale einen wichtigen Auftritt, doch vorher redet der frisch gebackene Stadtrat Ray noch ein erstes Wort mit Desi und teilt ihm mit, was er und wir alle von Desis Beziehung zu Marnie halten. Shoshanna bekommt endlich eine Jobzusage. Die Kehrseite: Sie müsste dafür nach Japan ziehen. Ihrem Date gefällt das weniger. Adams Schwester Caroline besteht darauf, ihr und Lairds Kind in ihrer Badewanne zur Welt zu bringen, was sowohl Hannah als auch Adam skeptisch sehen. Aber erst Jessa bringt Bewegung in die Angelegenheit.

Was Sache ist
Wohl kaum jemand wird behaupten wollen, dass die vierte Season von „Girls“ die bisher beste war. Ein Fazit, dass ich mitnehme, ist wohl, dass Binge-watching Hannah und co. besser tut als eine halbe Stunde Woche für Woche. Gerade die doch sprunghafte Erzählweise, das ständige Aufgreifen und Fallenlassen von Handlungssträngen erschweren es arg, für nicht einmal eine halbe Stunde in Lena Dunhams Beziehungsreigen einzutauchen – zumindest solange die jeweilige Episode nicht in sich selbst grandios ist, was nach wie vor für einige, aber längst nicht alle der Staffel gilt. Diese hier war durchaus in Ordnung, mit Rays Wutrede in Richtung Desi und dessen offenbarem Verschwinden als Höhepunkt – schön, dass die Season zum Ende hin doch noch etwas für Ray zu tun gefunden hat, und sei es nur die Auflösung des sicherlich nervtötendsten Story-Arc der bisherigen Serie (und letztendlich auch ein wenig die Integration von Shosh, deren Arbeitsmarktfiasko ein wenig nebenher lief – was Dunham wohl realisiert haben muss und ihre Story dann betont ohne Rays Mithilfe auflöst. Ein schöner Knacks, nichtsdestoweniger bleibt für Shosh in der Bilanz der Staffel ein Nullfortschritt).

Jessa wird in „Home Birth“ wieder einmal apropos of nothing vor die Kamera gezerrt; wenn es in Zukunft nicht weiter bergab gehen soll, sollten Dunham und Konner sich für Jessa endlich wieder etwas dauerhaft gescheites einfallen lassen. Zur Hölle, gebt mir ein Spin-Off, wenn es sonst nichts sein soll! Elijah ist merkwürdig absent in dieser Folge, dafür hat er Tad wohl einige Stylingtipps dagelassen. Dass Hannah sich von ihrer Mutter gewissermaßen bestärkt sieht in ihrem Entschluss, zwischen sich und Adam einen Schlussstrich zu ziehen, ist letztlich wohl irgendwo folgerichtig. Ob es noch viel zu tun hat mit „Nowhere to grow but up“, nun, „Girls“ ist immer eher windschief gewachsen, und daran muss man nicht zwingend etwas ändern. Der Zeitsprung zum Schluss hin ist damit vielleicht eher als notwendiges Luftholen zu verstehen, eine kleine Ecke Distanz gegen die mangelnde Stringenz, die letztlich doch uneinheitliche Charakterentwicklung in einer länger laufenden Serie zwangsläufig irgendwann mit sich bringt. Vielleicht tut die Pause gut – Marnie und ihrer Singer/Songwriter-Karriere, Jessa und ihrem Chaos von einem Leben (gar nicht so unwahrscheinlich), Shosh big in Japan (vielleicht eher nicht) und … Hannah, die natürlich über kurz oder lang wieder dort landen wird, wo sie immer landet, und zwar nicht auf den Füßen. Nowhere to grow but wherever.

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