Trailerschau [48]

Film und Serie: Neue Trailer, Kalenderwoche 29, 2015.

Suicide Squad: Im Auftrag von Viola Davis nimmt der Abschaum des DC Comic Universe, u.a. Harley Quinn (Margot Robbie), Will Smith (Deadshot) und Jared Leto (The Joker), das auseinander, was Bat- und Superman nach „Dawn of Justice“ noch übrig gelassen haben. Prognose: Deadshot einen gewissen Charakterarc zuzugestehen ist schon mal gut, solange der Film sich nicht zu sehr auf Smith fokussiert. Robbie als Harley Quinn gefällt mir enorm, und auf Letos Joker bin ich sehr gespannt. Potential ist da, und mit David Ayer sollte DC den richtigen Mann haben, um Zack Snyders Eskapadismus wieder auszubügeln.

The Revenant: Mr. „Birdman“ Alejandro González Iñárritu schickt Leonardo DiCaprio auf einen Rachetrip gegen Tom Hardy in diesem Noir-Western, der an eine düstere, temporeiche Variante von Malicks „The New World“ erinnert. Prognose: Aller Voraussicht nach der spannendste Film des Jahres und ein definitiver Kandidat für die großen Filmpreise. Kinostart: 21. Januar 2016.

The Magicians – Season 1: „Harry Potter“ für Erwachsene gefällig? Einen Herumdrücker namens Quentin Coldwater (Jason Ralph) verschlägt es auf ein New Yorker College für Zauberkunst, eine Art Hogwarts mit Drogen, Sex und dem ganzen Rest. Miniserie auf Syfy nach den Romanen von Lev Grossman. Prognose: Das sieht rundum super aus und sollte eine Menge Spaß machen.

Joy: David O. Russell hat wieder einmal seine Stammbesetzung (Jennifer Lawrence, Bradley Cooper, Robert De Niro) beisammen und lässt J-Law auf einen diesmal etwas dramatischer angelegten Oscar-Kurs anlegen. Prognose: Der Teaser-Trailer stellt dieses Familiendrama im Oscarbait-Gewand noch nicht besonders vorteilhaft heraus. Nach der Enttäuschung „American Hustle“ mit Vorsicht zu genießen. Kinostart: 4. Februar 2016.

Pan: Joe Wrights Neuauflage des Klassikers wirft Levi Miller als Peter Pan in die Fänge von Captain Blackbeard (Hugh Jackman). Insbesondere Garrett Hedlund als Hook wird schon auf mögliche Fortsetzungen schielen. Prognose: Mit jedem Trailer bin ich weniger überzeugt. In den besten Momenten ein „Pirates of the Caribbean“-Abklatsch, in den schlimmeren schwimmt „Pan“ im „Avatar“-Fahrwasser. Einzig der hervorragende Stilist Wright dürfte den Streifen einigermaßen auf Kurs halten. Kinostart: 15. Oktober.

Con Man – Season 1: Alan Tudyk spielt einen abgehalfterten Schauspieler, der Kapital aus seinem größten Hit – einer Science-Fiction-Serie mit Nathan Fillion – schlägt, indem er von Convention zu Convention tingelt und sich dafür hasst. Prognose: Hach. Einfach nur hach. Viele Gaststars (Tricia Helfer, Milo Ventimiglia, Sean Astin, der halbe „Firefly“-Cast), großartiger Humor, ich freue mich. Nur: Seit wann ist eigentlich der 4-Minuten-Trailer wieder in Mode?

Digging for Fire: Jake Johnson („New Girl“) findet in der freien Natur eine Knarre und einen Knochen und setzt damit die Ereignisse eines seltsamen Wochenendes in Gang. Schräge Komödie von Joe Swanberg mit einem tollen Cast (u.a. Rosemarie DeWitt, Sam Rockwell, Anna Kendrick, Orlando Bloom, Brie Larson, Ron Livingston). Prognose: Schöner Trailer, könnte etwas werden.

Heroes Reborn – Season 1: Nachdem die Existenz der Heroes bekannt geworden ist, werden sie auf der ganzen Welt gejagt. Doch die Welt braucht ihre Helden (Jack Coleman, Greg Grunberg, Noah Gray-Cabey, Jimmy Jean-Louis, Masi Oka, Sendhil Ramamurthy und natürlich etliche Neuzugänge). Prognose: Da ich den wirren Trash der späteren „Heroes“-Staffeln beinahe ebenso genossen habe wie die großartige erste, sehe ich keinen Grund für allzu starken Pessimismus. Sollte ordentlich werden.

Air: Norman Reedus und Djimon Houndsou teilen sich den Bunker aus „Lost“ in einer Zukunft ohne brauchbare Atemluft. Prognose: Beklemmend düstere Kammerspieldystopie, die bisweilen an Danny Boyles „Sunshine“ erinnert. Es bleibt abzuwarten, ob die Idee über Spielfilmlänge trägt.

The Boy: Kinderhorror von Craig William Macneill. Prognose: Einer der besten Trailer des Monats, das muss ich zugeben. Nichtsdestoweniger hätte das Genre nach „The Omen“ auch ad acta gelegt werden können.

Sisters: Tina Fey und Amy Poehler schmeißen eine letzte Party, ehe ihre Eltern des Haus ihrer Kindheit verkaufen. Prognose: Gute, nicht allzu tiefgründige Unterhaltung dürfte garantiert sein. Kinostart: 7. Januar 2016.

Fort Tilden: Die mir bislang nicht näher bekannten Bridey Elliott und Clare McNulty auf einem hürdenreichen Trip ans Meer. Allzu hippe Comedy von Sarah-Violet Bliss und Charles Rogers. Prognose: Post-Postironie in Filmform, auf Dauer vermutlich eher anstrengend. Aber: hey, Reggie Watts!

Outcast – Season 1: Fox-Horror aus der Feder von Robert Kirkman („The Walking Dead“). Prognose: Ich bin milde desinteressiert.

Fargo – Season 2: Erste Promo zur 2. Staffel.

Slow Learners: Verlierer-Romanze von Don Argott und Sheena M. Joyce mit Adam Pally und Sarah Burns. Prognose: „White people are weird“ scheint mir eine treffende Zusammenfassung. Alles schon mal gesehen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s