Trailerschau [57]

Film und Serie: Neue Trailer, Kalenderwoche 38, 2015.

The Jungle Book: Story ist bekannt: Menschenkind verirrt sich im Dschungel, wird von einem tanzenden Bären und einem misstrauischen Panther unter die Fittiche genommen. Jon Favreau inszeniert diese Realversion des Disney-Klassikers nach dem Buch von Rudyard Kipling, mit den Stimmen von Scarlett Johansson (Kaa; wieder einmal faszinierend trotz fehlender körperliche Präsenz), Idris Elba (Shere Khan), Bill Murray (Baloo), Ben Kingsley (Bagheera) und Christopher Walken (King Louie). Prognose: Die ursprüngliche Allergie gegen die Idee schnell überwunden. Zugegeben, ohne Disneys Zeichentrick-Charme wirkt das Dschungelbuch mehr wie die Horrorgeschichte, die es im Grunde ja ist. Ich bin gespannt, wie sich das im Endprodukt niederschlägt. Kinostart: 14. April 2016.

Steve Jobs: Zweiter Trailer für Danny Boyles Porträt des Apple-Gründers mit Michael Fassbender, Kate Winslett und Jeff Daniels, nach Skript von Aaron Sorkin. Prognose: Das hier ist das Jahr des Michael Fassbender, dessen Präsenz auf der Leinwand nicht nur quantitativ, vor allem qualitativ momentan an der Weltspitze ist. Sorkin und Boyle sollten mehr als fähig sein, um seine Figur herum eine Mechanik zu entfalten, die „Steve Jobs“ zu einem der eindringlicheren, erfindungsreicheren Hollywood-Biopics werden lässt. Kinostart: 12. November.

In the Heart of the Sea: Da generell wenige Trailer in dieser Woche, auch noch ein zweiter Blick auf den neuen Ron Howard, dessen erster Traler noch kalt ließ. Chris Hemsworth und Cillian Murphy jagen einen Wahl (oder andersherum?), der dann von Ben Whishaw als Herman Melville zu Moby Dick verarbeitet wird. Prognose: Kaum ein Regisseur ist so wie Howard in der Lage, malerische Bilder auf Film zu bannen. Probleme ergeben sich dann eher im Erzählerischen, und auch hier bin ich noch nicht gänzlich überzeugt. Dennoch, der Film sieht hervorragend aus, der Cast ist nicht schlecht und sollte durchaus gewisse Anreize bereithalten, sich „In the Heart of the Sea“ zu geben. Hier dürfte viel von einem herausragenden Score abhängen, den ich Roque Baños (u.a. „Evil Dead“ – das Remake – und „The Machinist“) noch nicht so ganz zutraue. Kinostart: 3. Dezember.

Northern Soul: Britisches Musikdrama von Elaine Constantine um zwei Freunde (Elliot James Langridge & Josh Whitehouse), deren Leidenschaft für Soul-Musik sie erst zusammenschweißt und dann auseinanderbringt. Prognose: In deutsche Kinos wird es der Streifen an diesem Punkt wohl nicht mehr schaffen, der Trailer macht aber Laune, obwohl die Themen sicher aus ähnlichen Filmen bekannt sind.

Red Oaks – Season 1: Amazon-Comedy um einen Studenten (Craig Roberts), dessen chaotischer Sommer in den 1980ern „sex, drugs and the country club“ vorsieht. Prognose: Kein Pointenmagnet, aber Potential deutet sich schon an. Auf Youtube bietet Amazon die komplette Pilotfolge an. Ich werde wohl mal reinschauen.

The Divergent Series: Allegiant: Shailene Woodley ist immer noch auf Tour durch Dystopian Wonderland, dieses Mal in einer mutierten Wüste und unter der Regie von Robert Schwentke. Prognose: Man merkt vielleicht, dass ich den Plot dieses „Hunger Games“-Verschnitts, auch aufgrund mauer Kritiken, nicht tiefgehender verfolgt habe als nötig. Gemäß Industrienormen wurde auch hier das dritte Buch der Trilogie von eifrigen Drehbuchmaschinen halbiert, sodass viel Action und wenig Plot zu erwarten sein dürfte. Kinostart: 17. März 2016.

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