Trailerschau [58]

Film und Serie: Neue Trailer, Kalenderwoche 39, 2015.

Truth: Cate Blanchett und Robert Redfort als CBS-Journalisten Mary Mapes und Dan Rather, die sich 2004 in eine falsche Wahrheit über GW Bushs Militärdienst versteigerten. Regie führt James Vanderbilt („Zodiac“, aber auch „The Amazing Spider-Man“), mit dabei u.a. Elisabeth Moss und Dennis Quaid. Prognose: Und schon wird gemunkelt, Blanchett könnte sich selbst ihren nicht unwahrscheinlichen Oscar für „Carol“ streitig machen. Halte ich für etwas hoch gegriffen; mir scheint, Hollywood gehen allmählich die Anlässe für zeitgenössische Dramen nach wahren Anlässen aus. „Truth“ schreit eher nach einer halben Episode „The Newsroom“ als nach Oscar-Buzz, womit ich nicht unterschlagen möchte, dass Redford und insbesondere Blanchett durchaus in der Lage sind, mittelmäßiges Material zum Strahlen zu bringen.

Nasty Baby: Ein Pärchen (Sebastián Silva, Tunde Adebimpe) versucht mit Hilfe ihrer Freundin (Kristen Wiig) ein Baby zu bekommen, jedoch laufen die Dinge aus dem Ruder. Prognose: Nicht von der etwas uninteressanten Prämisse abschrecken lassen – der Trailer ist so grandios schräg, dass ich dem Film schon beinahe einen Freifahrtschein ausstellen würde.

Manson Family Vacation: Zwei ungleiche Brüder besichtigen die Tatorte der Morde von Charles Manson. Schwarze Komödie von J. Davis, produziert von den Duplass-Brüdern. Prognose: Herrliches Konzept, das im Trailer noch nicht so richtig aufgehen will.

Angry Birds: Jason Sudeikis spricht einen Vogel mit Temperament. Prognose: Okay, sie haben „Battleship“ verfilmt, warum nicht auch „Angry Birds“? Der Absurditätskoeffizient ist zumindest im Trailer angenehm hoch; lässt sich das über Spielfilmlänge aufrecht erhalten? Dagegen sprechen No Names auf dem Regiestuhl.

Heist: Ein verzweifelter Jeffrey Dean Morgan will das Casino von Robert DeNiro berauben und wird dabei zum Geiselnehmer. Einfallslos betitelter Thriller von Scott Mann. Prognose: Wirkt nicht so, als könnte Man(n) dem inzwischen ausgelaugten Genre noch viel Neues abgewinnen.

Reversion: Psychothriller mit SciFi-Anklängen von Jose Nestor Marquez. Prognose: Die Story um das Verstärken und Löschen von Erinnerungen klingt gar nicht mal schlecht, der Trailer macht aber den Eindruck, als würde dem Film dringend ein eigener visueller Stil fehlen. Das sieht aus wie frisch aus dem Vorabendprogramm. Chance verschenkt.

Momentum: Noch ein halbgarer Heist-Film, diesmal mit Olga Kurylenko als Meisterdiebin mit einem Killer im Rücken. Prognose: Potentielles Trash-Fest, zumindest musste ich schon ein paar Mal schmunzeln. Sicher kein guter Film, mit etwas Glück wird er richtig schlecht und entsprechend unterhaltsamer als „Heist“ und co.

The Young Messiah: Bibelkino von Cyrus Nowrasteh, nach einem Anne-Rice-Roman. (Ihr wusstet auch nicht, dass Anne Rice „Die Bibel“ geschrieben hat?) Prognose: Ich hatte schon gehofft, Sean Bean würde Jesus spielen … aber nein. Laut IMDB enthält der Film einen Charakter namens „The Demon“, vielleicht ist also wenigstens ein wenig Fantasytrash drin. Sieht aber nicht so aus. Kinostart: 12. März 2016.

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