Trailerschau [59]

Film und Serie: Neue Trailer, Kalenderwoche 40, 2015.

The Revenant: Nach einem Bärenangriff in der amerikanischen Wildnis zurückgelassen, wird Entdecker Hugh Glass vom Gedanken an Vergeltung gegen seinen ehemaligen Vertrauten am Leben gehalten. Endlich ein echter Trailer für Alejandro González Iñárritus Rachewestern mit Leonardo DiCaprio und Tom Hardy. Prognose: Gerade nach „Birdman“ schon so etwas wie der erwartete Film des Jahres. Ich vermute nichts weniger als ein Meisterwerk. Kinostart: 21. Januar 2016.

Marvel’s Jessica Jones – Season 1: Ein etwas fruchtloser Teaser für den nächsten MCU-Gig auf Netflix, mit Krysten Ritter als Privatdetektivin und Ex-Superheldin Jessica Jones. Prognose: Ich bin mit der Geschichte nicht vertraut, die Synopsis verspricht aber eine Menge.

Burnt: Zweiter Trailer für John Wells‘ Dramedy mit Bradley Cooper als Chefkoch mit Starallüren, der seine Karriere zu retten versucht. Mit dabei ein illustrer Cast um Sienna Miller, Omar Sy, Uma Thurman, Daniel Brühl, Alicia Vikander und Emma Thompson. Prognose: Ich bin nach wie vor sehr überzeugt davon. Es hat eine Weile gedauert, mit Cooper warm zu werden; inzwischen ist das wohl keine Frage mehr. Der Film könnte allenfalls an einem zu formelhaften Skript scheitern. Kinostart: 3. Dezember.

A Bigger Splash: Der Traumurlaub von Rockstar Tilda Swinton und Regisseur Matthias Schoenaerts wird aufgewirbelt durch einen Besuch von Ralph Fiennes und Dakota Johnson. Drama von Luca Guadagnino. Prognose: Swinton ist immer super, und Fiennes gefällt mir im Trailer besonders gut. „We’re all obscene. That’s the point“ – klassische Fiennes-Zeile, kleiner Trowback nach Brügge. Verspricht eine spannende Dynamik. Kinostart: 31. März 2016.

Meadowland: Als ihr Sohn spurlos verschwindet, driften Sarah (Olivia Wilde) und Phil (Luke Wilson) in Richtung Selbstzerstörung. Charakterdrama von Reed Morano, mit u.a. Juno Temple, Elisabeth Moss, Giovanni Ribisi. Prognose: Der Trailer vermittelt einen eher vagen Eindruck davon, wohin die Reise gehen wird. Zumindest eine gewisse Intensität ist zu spüren. Ich bin insbesondere gespannt, wie sehr Wilde und Wilson in ihren Rollen überzeugen können.

99 Homes: Frustrierend kurzer zweiter Trailer für Ramin Bahranis Real-Estate-Drama mit Andrew Garfield, Laura Dern und Michael Shannon. Prognose: Hauptfaktor für eventuelles Interesse ist Shannon, der sich als skrupelloser Immobilienhai durchaus mal wieder ein wenig Oscar-Buzz einfangen könnte. Ansonsten scheint der Film ordentlich, aber nicht übermäßig brilliant.

Spectre: Noch mal Bond von Sam Mendes mit Daniel Craig und Christoph Waltz. Prognose: Der finale Trailer wirkt ebenso müde wie Craig. Vielleicht langsam Zeit für die Staffelübergabe? Herr Elba, bitte übernehmen Sie. Kinostart: 5. November.

Steve McQueen: The Man & Le Mans: Ein ganzes Paket an Dokumentationen dieses Mal, zunächst diese über Filmlegende McQueen und seine Leidenschaft für Motorsport, verkörpert in seinem Film „Le Mans“, den ich zufällig kürzlich erst wieder gesehen habe.

Back in Time: Dokumentation von Jason Aron über die „Back to the Future“-Filme und ihre Bedeutung für Popkultur.

Hitchcock/Truffaut: Noch eine Doku, diesmal von Kent Jones über Francois Truffauts Buch über Hitchcock und seine Arbeitsweise; und entsprechend wohl interessant für alle, die sich für Film interessieren.

El botón de nácar (Der Perlmuttknopf): Poetisches Essay über das politische Erbe Chiles, von Patricio Guzmán. Prognose: Sehr beeindruckend, möchte ich unbedingt sehen.

Extraordinary Tales: Animierte Anthologie mehrerer Geschichten von Edgar Allan Poe. Regie führt Raul Garcia. Prognose: Ich bin mir nicht sicher, ob gerade Poes Stil auf der Leinwand funktioniert. Der Trailer überzeugt noch nicht so recht.

The Forest: Jason Zada schickt Natalie Dormer auf der Suche nach ihrer verschollenen Zwillingsschwester in einen Geisterwald. Cue Horror-Clichés. Prognose: Dormer ist in der richtigen Rolle unheimlich effektiv, diese hier wird nicht dazu gehören. Zumindest scheint „The Forest“ etwas mehr zu wollen als nur billige Jumpscares, und man muss inzwischen ja schon über jeden Horrorfilm froh sein, der nicht mit einem Camcorder gedreht wurde.

The Choice: Meloromanze nach Nicholas Sparks, mit irgendwelchen Menschen. Prognose: Kleiner Tipp – in einen Teaser-Trailer vielleicht nicht die komplette Story des Films hineinpacken? Zugegeben, die Produktion kennt wohl ihr Publikum und wird es auch finden. Für alle anderen: Ganz schlimmer Schmalz zum An-den-Kopf-fassen.

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