Trailerschau [60]

Film und Serie: Neue Trailer, Kalenderwoche 41, 2015.

Hail, Caesar!: Ein entführter Hollywoodstar stürzt eine Filmproduktion in Chaos. Für ihren neusten Streich haben Ethan und Joel Coen einen dem Thema angemessenen Cast versammelt: George Clooney, Scarlett Johansson, Channing Tatum, Josh Brolin, Ralph Fiennes, Frances McDormand, Tilda Swinton, Jonah Hill u.a. Prognose: Ein deutlicher Rythmuswechsel im Vergleich zum (grandiosen) letzten Coen, „Inside Llewyn Davis“ – „Hail, Caesar!“ erinnert vom Tempo her eher an Filme wie „Inherent Vice“ und sollte entsprechend unterhalten. Mit der Thematik dürften die Coens sogar wieder einmal Richtung Awards schielen. Kinostart: 18. Februar 2016.

Sherlock – Special: Nun kommen auch Benedict Cumberbatch und Martin Freeman in den Genuss der kuriosen britischen Vorliebe für TV-Specials, und werden als Sherlock Holmes und Dr. Watson kurzerhand ins Original, also ins viktorianische London, versetzt. Prognose: Warum auch nicht. Der Trailer ist ein wenig wirr, aber die Fans sollte er allemal in Euphorie versetzen.

The Good Dinosaur: Pixars Neuster von Peter Sohn bekommt in Deutschland den etwas obskuren Titel „Arlo & Spot“ verpasst. (To-do: Eine Bromance mit Matt Damon und Ben Affleck namens „Argo & Spot“ schreiben.) Prognose: Es scheint so halb, als würden Sohn und Screenwriter Meg LeFauve den Verstand beweisen, die richtigen Szenen dialogfrei zu belassen. Dazu beeindruckt das Pixar-Animationsdepartment mit jedem Film aufs Neue. Die Prämisse wirkt nach wie vor zur Genüge durchgekaut von „Nemo“ bis „Ice Age“, aber ein gewisser Charmefaktor ist wohl dabei. Kinostart: 26. November.

Trumbo: Zweiter Trailer für Bryan Cranstons Auftritt als Autorenlegende Dalton Trumbo, der unter der antikommunistischen Inquisition der McCarthy-Ära zum schwarzen Schaf Hollywoods wird. Mit Elle Fanning, Diane Lane, Helen Mirren, Louis C.K., Alan Tudyk und John Goodman; Regie führt Jay Roach. Prognose: Natürlich ist die Intention das Angeln nach Awards, eine Strategie, der die Academy allmählich (vgl. „The Artist“, „Hugo“, „Argo“, „Birdman“) überdrüssig werden könnte. In diesem Fall erwarte ich dahinter aber zumindest exzellente Performances, gerade von Cranston, Lane und einer herrlich fiesen Helen Mirren.

Dreams Rewired: „Every age thinks it’s the modern age“: Tilda Swinton führt durch dieses spannende Filmessay über technologischen Fortschritt und die Ängste, die er auslöst, und konterkarriert dabei unsere Gegenwart mit der Frühzeit des Films. Von Manu Luksch, Martin Reinhart und Thomas Tode.

Vinyl – Season 1: In den wilden Siebzigern angesiedeltes HBO-Musikdrama; verantwortlich zeichnet die interessante Kombination aus Terrence Winter („Boardwalk Empire“, „The Sopranos“), Martin Scorcese und Mick Jagger. Hauptcast: Ein leicht überdrehter Bobby Cannavale, Olivia Wilde und Ray Romano. Prognose: Angesichts des beteiligten Personals darf wohl davon ausgegangen werden, dass wir hier eine Gangstergeschichte in der Musikindustrie bekommen werden. Ich halte viel für möglich und bin sehr gespannt.

Shelter: Ansehnlicher Trailer für das Regiedebüt von Paul Bettany um zwei Obdachlose (Jennifer Connelly, Anthony Mackie), die einander näher kommen und dabei die Geheimnisse des jeweils anderen aufdecken. Prognose: Die Thematik hat zunächst wenig interessiert, schon der Trailer lässt aber eine Chemie zwischen Connelly und Mackie durchschimmern, die durchaus viel verspricht, auch wenn erste Regiearbeiten von Schauspielern natürlich erst einmal zu Vorsicht einladen.

24 Hour Rental – Season 1: Romano Orzari spielt einen ehemaligen Mafiaboss, der aus dem Hinterzimmer seiner Videothek dubiose Geschäfte betreibt. Prognose: Das sieht so billig aus, dass es schon wieder Spaß machen könnte, zumal man sich im political correctness wohl keine großen Gedanken gemacht hat.

The Black Panthers: Vanguard of the Revolution: Bitte nicht mit irgendwelchen Marvel-Abenteurern verwechseln: Diese Dokumentation von Stanley Nelson zeichnet den Werdegang der radikalen Black Panther Party innerhalb der Bürgerrechtsbewegung in den USA nach.

Pride and Prejudice and Zombies: Horrortwist der Jane-Austen-Story, von Burr Steers und mit Lily James als Elizabeth Bennet, Sam Riley als Mr. Darcy, sowie Lena Headey, Matt Smith und Charles Dance für die nötige Genre-Credibility. Prognose: Ist der Strom originaler Ideen inzwischen wirklich so weit verebbt, dass wir Fan Fiction verfilmen müssen? (Okay, „50 Shades“ … whatever.) Der Gedanke war ganz witzig, zieht aber sicherlich eher in Bezug auf das Buch, wenn überhaupt. Kinostart: 21. April 2016.

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