2016: Filme

Mein starkes Spitzentrio kann nur notdürftig darüber hinwegtäuschen, dass 2016 ein doch eher mediokres Kinojahr abgab – das verdeutlicht ein Oscar-Gewinner wie „Spotlight“, auf den am Ehesten noch das Label „handwerklich kompetent“ vollends zutrifft, an den sich in zehn Jahren aber niemand mehr erinnern dürfte. Ein enorm müder Sommer erklärt wohl auch einen Festival-Liebling wie „Toni Erdmann“. Geredet wurde über kaum etwas Anderes als Superhelden-Filme, aber das ist wohl kaum noch etwas Neues. (Zum schlechtesten Film des Jahres möchte ich dann aber doch nicht Zack Snyders Bombast-Depression ernennen, sondern den grenzenlos lahmen „Alice Through the Looking Glass“ von James Bobin.) Noch nicht in Deutschland angelaufen, darum das Jahresfazit wie eh und je verfälschend: die großen Oscar-Filme, diesmal v.a. „Manchester by the Sea“, „La La Land“, „Moonlight“, „Silence“ – in aufsteigender Reihenfolge großer Erwartungen. Im zweiten Jahr in Folge hier vertreten: Lenny Abrahamson und Alejandro Iñárritu (einer von beiden sogar auf der gleichen Position wie 2015). Bemerkenswert, dass mir „Arrival“-Regisseur Denis Villeneuve erst in diesem Jahr wirklich ins Auge gefallen ist, und zwar durch den vielleicht besten Film, den ich in diesem Jahr zum ersten Mal sehen durfte: „Enemy“ von 2013. Es folgt die (wie immer natürlich lückenhafte) Top 10 des Kinojahres.

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Filmblick Oktober 2016

Im Oktober 2016 gesehen:

Swiss Army Man (Dan Kwan/Daniel Scheinert, US 2016) – 9/10

American Honey (Andrea Arnold, UK/US 2016) – 8/10

The West Wing: Season 5 (Alex Graves ua., US 2003/04) – 7/10

The West Wing: Season 6 (Alex Graves ua., US 2004/05) – 8/10

War on Everyone (John Michael McDonagh, UK 2016) – 3/10

The IT Crowd: Season 1 (Graham Linehan, UK 2006) – 7/10

Hello, Friend (Kurzfilm, Graham Lineham, UK 2003) – 9/10

The IT Crowd: Season 2 (Graham Linehan, UK 2006) – 8/10

The Escape (Kurzfilm, Neill Blomkamp, US 2016) – 6/10

Oktober 2016: 3 Filme (3 Kinobesuche), 2 Kurzfilme, 4 Serienstaffeln

American Honey (2016)

„God’s a Cunt“

Was passiert
american-honeyIn den Armutsvierteln Oklahomas, in denen keine Perspektive mehr zu finden ist, träumt Star von einer besseren Zukunft. Als sie durch Zufall den Herumtreiber Jake kennen lernt, ist sie fasziniert von dessen scheinbarer Sorglosigkeit, und schließt sich seiner Truppe von Punks und Straßenkindern an, die im abgewrackten Bus quer durch die Staaten reisen, mit halblegalen Methoden Zeitungsabos verkaufen, die Nächte durchfeiern und im Moment leben. Star weiß, dass sie mehr will; Jake, zum Beispiel. Aber jetzt, da sie zum ersten Mal die Welt zu sehen bekommt, vor allem einen Platz darin.

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Trailerschau 24|2016

Film und Serie: Neue Trailer, Kalenderwoche 35, 2016.

American Honey: In Cannes wurde Andrea Arnolds abgedrehtes Roadmovie-Drama mit Sasha Lane und Shia LaBeouf gefeiert; dem Trailer nach zu urteilen, zurecht. Macht sich gut im A24-Portfolio. Kinostart: 13. Oktober.

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