2016: Filme

Mein starkes Spitzentrio kann nur notdürftig darüber hinwegtäuschen, dass 2016 ein doch eher mediokres Kinojahr abgab – das verdeutlicht ein Oscar-Gewinner wie „Spotlight“, auf den am Ehesten noch das Label „handwerklich kompetent“ vollends zutrifft, an den sich in zehn Jahren aber niemand mehr erinnern dürfte. Ein enorm müder Sommer erklärt wohl auch einen Festival-Liebling wie „Toni Erdmann“. Geredet wurde über kaum etwas Anderes als Superhelden-Filme, aber das ist wohl kaum noch etwas Neues. (Zum schlechtesten Film des Jahres möchte ich dann aber doch nicht Zack Snyders Bombast-Depression ernennen, sondern den grenzenlos lahmen „Alice Through the Looking Glass“ von James Bobin.) Noch nicht in Deutschland angelaufen, darum das Jahresfazit wie eh und je verfälschend: die großen Oscar-Filme, diesmal v.a. „Manchester by the Sea“, „La La Land“, „Moonlight“, „Silence“ – in aufsteigender Reihenfolge großer Erwartungen. Im zweiten Jahr in Folge hier vertreten: Lenny Abrahamson und Alejandro Iñárritu (einer von beiden sogar auf der gleichen Position wie 2015). Bemerkenswert, dass mir „Arrival“-Regisseur Denis Villeneuve erst in diesem Jahr wirklich ins Auge gefallen ist, und zwar durch den vielleicht besten Film, den ich in diesem Jahr zum ersten Mal sehen durfte: „Enemy“ von 2013. Es folgt die (wie immer natürlich lückenhafte) Top 10 des Kinojahres.

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Filmblick Februar 2016

Im Februar 2016 gesehen:

Concussion (Peter Landesman, UK/AU/US 2015) – 6/10

Bridge to Terabithia (Gabor Csupo, US/NZ 2007) – 6/10

Contagion (Steven Soderbergh, US/AE 2011) – 7/10

Donald Trump’s The Art Of The Deal: The Movie (Kurzfilm, Jeremy Konner, USA 2016) – 7/10

Waterdrop (Kurzfilm, Ren Wang, ? 2015) – 7/10

Hanna (Joe Wright, US/UK/DE 2011) – 7/10

Atonement (Joe Wright, UK/FR/US 2007) – 7/10

Suffragette (Sarah Gavron, UK 2015) – 7/10

Brooklyn (John Crowley, IE/UK/CA 2015) – 8/10

Hail, Caesar! (Ethan & Joel Coen, UK/US 2016) – 5/10

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Academy Awards 2016: Prognose

OscarEs ist wieder mal die Zeit des Jahres, die das vorläufige Ende weitgehend verträglichen Kinos einläutet, sodass die Kinos ihr Programm bis zum echten Beginn der Blockbusterseason mit Nischenfilmen und Müll zu füllen haben, und die Academy ihre Reformpläne wieder stillschweigend auf Eis legen kann. Die Oscars werden kommenden Sonntag verliehen, und das Rennen ist dieses Jahr ein spannendes gewesen, mit zumindest fünf Filmen, die sich zeitweise Hoffnung auf den großen Preis machen konnten – üblich sind nicht mehr als zwei. Leider fiel währenddessen auch viel Qualität aus dem Blickfeld, und solange große Reden darüber geschwungen werden, warum Nominierungen so und nicht so vergeben werden, muss sich ohnehin niemand darüber Gedanken machen, weshalb die Filmmaschinerie in Hollywood eigentlich so und nicht anders funktioniert. Hier also meine Prognose, zusammen mit viel Gemotze darüber, dass die Academy doch eh keine Ahnung habe; man kennt das ja.

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Trailerschau [47]

Film und Serie: Neue Trailer, Kalenderwoche 28.

Batman v Superman: Dawn of Justice: „Nobody cares about Clark Kent taking on the Batman.“ Really? Ben Affleck starrt beinahe so nonexpressiv schön wie sein Vorgänger als dunkler Rächer Gothams, diesmal als Mittelpunkt einer Zerstörungsorgie von Monumentalphantast Zack Snyder, der den Justice-League-Reigen eröffnet. Prognose: Der erste Trailer wirkt so übertrieben wie ermüdend, und auch wenn „Dawn of Justice“ das bessere Bat-Kostüm hat, vermisse ich Nolan jetzt schon. Bei aller Liebe für Jesse Eisenberg: #notmylexluthor. Kinostart: 24. März 2016.

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