Über Politik reden #2

Lass uns über Politik reden #2 (2017).

Für Literary Hub diskutiert Howard W. French das imperiale Selbstverständnis Chinas als ‚Reich der Mitte‘ und dessen Rolle im sich verändernden internationalen System der letzten paar Jahrhunderte: “ to what is our now familiar world, coming at a moment of unprecedented Chinese weakness, feeds an unusually deep-seated ambivalence toward contemporary norms, which is becoming more and more apparent with each passing year of increasing Chinese power.“ Nicht von geringem Belang in diesem Zusammenhang ist die von Ian Johnson im New York Review of Books ausgemachte Schwäche des VR-Präsidenten Xi Jinping: „his main accomplishments seem to have been to consolidate his power while satisfying people’s desire for social change through crackdowns and promoting traditionalism. The problem is that these efforts come at the expense of actual reforms.“

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Lesens- und Sehenswertes aus dem Netz: Kalenderwoche 29, 2015.

  • Starwars.com: Die Comic-con 2015 liefert einen Einblick hinter die Kulissen von Star Wars: The Force Awakens. (Und irgendwo sitzt George Lucas und schluchzt: „Real Sets? They’re ruining Star Wars!“)
  • Eskalierende Träume: Interessante Top 100 Filme von Sano Cestnik.
  • The Guardian bringt das erste Kapitel aus Harper Lees „Go Set a Watchman“.
  • Blastr: Auszeichnungen bei den Eisner Awards 2015.
  • Tor.com: „(Almost) Everything That Happened at San Diego Comic Con 2015“ in einem Blogpost.
  • The Atlantic zeigt den Tod der Hippie-Bewegung in Fotos von Joe Samberg.
  • Aeon: Der Kosmopolitanismus von Hannah Arendt.
  • London Review of Books: Slavoj Žižek über die Religion des chinesischen Kommunismus: „One cannot be religious in general: one can only believe in a particular god, or gods, to the detriment of others. The failure of all attempts to unite religions shows that the only way to be religious in general is under the banner of the ‘anonymous religion of atheism’.“
  • Kurz gesagt: „The Death of Bees Explained„.

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  • The White House: Ein gewisser Barack Obama interviewt „The Wire“-Schöpfer David Simon.
  • The New York Review of Science Fiction: In einem Essay beschäftigt sich der große Stephen R. Donaldson mit der Bedeutung von Fantasy.
  • Tor.com: Ich bin kein großer Fan von bebilderten Romanen, nichtsdestoweniger sieht der erste Einblick in die illustrierte Ausgabe von Harry Potter and the Philosopher’s Stone fabelhaft aus.
  • The Nib: „The Breakdown“ – schöner Kurzcomic von Mike Dawson.
  • ZDF: In der neuen Folge von Die Anstalt räumen Max Uthoff und Claus von Wagner als Troika auf mit Griechenland. Dabei u.a. Serdar Somuncu und ein Überraschungsgast. Unbedingt anschauen!
  • Resonanzboden: Slavoj Žižek tastet sich anhand westlicher Werte und nichtwestlichem Fundamentalismus hin zum Verhältnis von Politik und (islamischer) Religion: „Allah ist kein Vater, nicht einmal ein symbolischer – Gott ist der Eine, er ist weder geboren, noch bringt er Geschöpfe zur Welt. […] An dieser Stelle schreibt sich die Politik unmittelbar ins Herz des Islams ein, da die ‚genealogische Wüste‘ es unmöglich macht, eine Gemeinschaft zu errichten, die den Strukturen der Elternschaft oder anderer Blutsbande folgt“.
  • Krautreporter stellt sich mit Verweis auf Thomas Schelling die Frage, ob Global Zero, also die vollkommene weltweite Abrüstung von Nuklearwaffen, wirklich so eine gute Idee ist.
  • The New Yorker porträtiert Xi Jinping, den Präsidenten der VR China.

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  • The Guardian bringt einen Audio-Auszug aus „The Buried Giant“, dem neuen Roman von Kazuo Ishiguo.
  • Kampf der Künste: Neues Futter von meinem Lieblings-Slampoeten David Friedrich, und einen hervorragenden Text von Patrick Salmen über Humor und was er darf, sollte und überhaupt. „Humor ist vielleicht das größte Paradoxon dieser Welt, er ist entwaffnet, aber Waffe zugleich, und ich wünsche mir, dass man Satire irgendwann nicht mehr mit Zitaten von Tucholsky rechtfertigen muss, wenn sie schafft, uns den Spiegel vorzuhalten und unsere Makel aufzuzeigen oder dabei zu sagen: Du bist der größte Idiot aller Zeiten.“ Videos unten.
  • Tor.com: „The Shape of My Name“ – schöne Kurzgeschichte von Nino Cipri über Gender und Zeitreise, spannender Mix.
  • Brainpickings teilt R. Crumbs 1986 erstveröffentlichten Comic über Philip K. Dicks religiöse Erlebnisse.
  • The New York Times: Karl Ove Knausgård reist für die Times durch Nordamerika.
  • The New Yorker: Peter Hessler veröffentlicht ein spannendes, differenziertes Essay über seine persönlichen Erfahrungen mit Zensur in China.
  • The New York Review of Books lässt Michail Chodorkowski über „My Fellow Prisoners“ berichten.
  • Aeon: Can God Lie?“
  • The Guardian schreibt über die Geschichte der britischen East India Company und ihre modernen Erben.
  • Patrick Willems: „What if Wes Anderson directed X-Men?“
  • Art of the Title spricht mit Henry Hobson, der für das Title Design bei der diesjährigen Oscar-Verleihung verantwortlich zeichnete. (Danke an Owley.)
  • Josh Meeter hat einen großartigen Batman/Fifty-Shades-of-Grey-Mashup-Trailer zusammengeschnitten, siehe unten.

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  • The Inquiry beschäftigt sich mit der wachsenden Bedeutung des chinesischen Marktes für Hollywood, die sich in den großen Blockbustern widerspiegelt, wenn auch selten mit besonderer kultureller Sensibilität: „it doesn’t matter to producers whether Chinese filmgoers enjoy their portrayal in American movies as long as they buy tickets.“
  • Süddeutsche Zeitung: Der wie immer herrlich streitbare Byung-Chul Han räsoniert über den Neoliberalismus und den Mangel an Systemalternativen. „Hier ist die systemerhaltende Macht nicht mehr repressiv, sondern seduktiv, das heißt, verführend. […] Es gibt kein konkretes Gegenüber mehr, keinen Feind, der die Freiheit unterdrückt und gegen den ein Widerstand möglich wäre.“ Der Kapitalismus nimmt längst totalitäre Strukturen an – und ich bin mir der Ironie bewusst, dass ich das in einem Beitrag schreibe, der u.a. unter dem Tag „Hollywood“ abgelegt ist. Was Adorno wohl dazu sagen würde?
  • The Atlantic über „Despecializing“: Fans rekreieren die ursprüngliche Version von „Star Wars“, die George Lucas schon vor Jahren aus dem Verkehr gezogen hat, zugunsten der Special Editions, die von den Fans leidenschaftlich gehasst werden (und in denen unter anderem Greedo zuerst geschossen hat).

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