Linked 09|2016

Lesens- und Sehenswertes aus dem Netz: Kalenderwoche 11, 2016.

  • The Walk of Life Project verfolgt die Hypothese, der Dire-Straits-Klassiker sei der perfekte Song für das Ende jedes Films. Kann man diskutieren.
  • Fandor Keyframe: Schöner Supercut aller Charlie-Kaufman-Filme von Leigh Singer.
  • The Late Late Show: James Cordon verwandelt ernste Filmklassiker in unangebrachte Musicals mit Martin Short und Will Arnett. (Via Indiewire)
  • Den of Geek über das Vermächtnis von John Carpenter.
  • Louisiana Channel spricht mit Umberto Eco über das Geschichtenerzählen. (Via)
  • Tor.com: „Everyone wants to speak to someone higher up. But you can’t speak to the manager. The manager is absent.“ In ihrer Kurzgeschichte „Your Orisons May Be Recorded“ reinterpretiert Laurie Penny das biblische Paradies als Callcenter.
  • Open Culture hat die Leselisten für Junot Diaz‚ Creative-Writing-Seminare.
  • Literary Hub: Katy Derbyshire über die literarische Idee des hedonistischen Berlin.
  • The Beatles huldigen dem verstorbenen George Martin. (Via Vulture)
  • Coffee & TV: Lucky & Fred sind mal wieder auf Sendung und sprechen über „ein Land, das vor nicht langer Zeit drei Milliarden Euro mal eben so ausgereicht hat, damit die Leute funktionierende Autos wegschmeißen, um sich noch ein bisschen besser funktionierende Autos zu kaufen. Machen uns aber jetzt in die Hose, weil in der Turnhalle Klopapier fehlt.“

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Linked [53]

Lesens- und Sehenswertes aus dem Netz: Kalenderwoche 36, 2015.

  • Lenny: In ihrem jüngst gestarteten Newsletter veröffentlicht Lena Dunham eine Kurzgeschichte, „Six Sausages“.
  • Vulture bringt eine neue Kurzgeschichte, „The Goat Variations“, von Jeff Vandermeer, einen Weird-Fiction-Ausblick in ein alternatives 9/11.
  • Via Fusion: „Raising Dion“, ein Comic von Dennis Liu und Jason Piperberg über die alleinerziehende Mutter eines jugendlichen Superhelden. Erstes Kapitel online for free.
  • Vanity Fair interviewt Elena Ferrante.
  • Vulture kritisch über die literarischen Ambitionen des Jonathan Franzen: „His notion of the novel as a lover echoes Sontag’s famous call for an ‚erotics of art‘ but manages to be less aspirational, less radical, less sexy.“
  • Die Welt: Mercedes Lauenstein über das Schreiben: „Schreiben ist Wichtigtuerei, Arroganz, Aufmerksamkeitsgeilheit, totaler Narzissmus und erbärmlichste Bedürftigkeit – alles, was unsympathisch ist und anstrengend.“
  • Coffee & TV: Lucky & Fred sind wieder auf Sendung.
  • Rap ist lässt Gregor Gysi Songtexte von K.I.Z. analysieren.

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Linked [5]

  • Die Zeit interviewt Byung-Chul Han, wie immer lesenswert: „Wir leben in einem Zeitalter des ‚Like‘. Es gibt keinen ‚Dislike‘-Button bei Facebook, es gibt nur ‚Like‘. Und dieses ‚Like‘ beschleunigt Kommunikation, während ‚Dislike‘ die Kommunikation stocken lässt. Auch eine Verletzung lässt die Kommunikation stocken. Selbst die Kunst will heute nicht mehr verletzen.“
  • filmcomment gedenkt der legendären, inzwischen geschlossenen Video-Kette Kim’s Video auf durchaus amüsante Weise. (via Perlentaucher)
  • Winter is Coming spekuliert über den Höhepunkt der kommenden fünften Season Game of Thrones – massive Spoiler für Buch-Unkundige. Der Analyse schließe ich mich nicht ganz an, gerade was den Mereenese Knot angeht.
  • Lucky & Fred: Neue Folge. „Für ein Deutschland in der Verfassung von 1949.“

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  • Wired stellt die Frage, ob dystopische Science-Fiction-Literatur uns ein zu negatives Bild von Technik vermittelt: „[O]ptimism is the new subversion“, meint Michael Solana, während Devon Maloney entgegnet, dass Dystopien in der Regel nicht den technologischen Fortschritt an sich angreifen: „Those stories are often more about how powerful people use tech to oppress others“. Entsprechend spielen, was viel zu oft übersehen wird, SF-Elemente in vielen Dystopien, von „1984“ über „Fahrenheit 451“ bis hin zu „The Hunger Games“, eine eher untergeordnete, wenn überhaupt eine Rolle.
  • Die Zeit publiziert einen Auszug aus Karen Köhlers Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“: „Obwohl wir Namen haben, sogar ganz normale, also keine ultradoofen wie Babsi und Horst oder so, benutzen wir sie miteinander nicht. Wir haben Kosedinger. Du sagst Krassiwaja. Ich Libero. Libero, weil ich dich frei denke.“
  • The New York Review of Books zur (vermeintlichen) Hierarchie von Genre Fiction und Literary Fiction, und ob das eine zum anderen führt oder man überhaupt unterscheiden sollte: „[T]he hope that one might ascend from Hermione Granger to Clarissa Dalloway is usually expressed as a tentative wish. Nevertheless, it serves to justify the intellectual’s saying, ‚Frankly, I don’t mind what they’re reading, etc.‘ (as if this were some kind of concession)“.
  • Tor.com mit einer wunderschönen (und wunderschön illustrierten) Kurzgeschichte von Ruthanna Emrys, „Seven Commentaries on an Imperfect Land“: „Amber knew that snakes were not to be trusted. But she also knew that invitations to strange worlds were not to be turned away.“
  • Coffee & TV lässt freuen auf eine neue Folge „Lucky & Fred“.