Linked 21|2016

Lesens- und Sehenswertes aus dem Netz: Kalenderwoche 42, 2016.

  • Bob Dylan gewinnt den Literatur-Nobelpreis 2016 „for having created new poetic expressions within the great American song tradition“. Derweil: „Nobel Committee Says Bob Dylan Is Ignoring Them“.
  • Sowohl The New Yorker als auch The Nation porträtieren Ursula K. Le Guin.
  • Die Welt verleiht ihren diesjährigen Literaturpreis an die große Zadie Smith, die im New York Times Style Magazine von Jeffrey Eugenides porträtiert wird. Beim New Yorker Festival diskutieren beide ihre jeweiligen Schreibprozesse.
  • Literary Hub: Junot Diaz („Oscar Wao“) huldigt der Kurzgeschichte: „If the novel is our culture’s favored literary form, upon which we heap all our desiccated literary laurels, if the novel is, say, our Jaime Lannister, then the short story is our very own Tyrion: the disdained little brother, the perennial underdog. But what an underdog.“
  • Tor.com bringt eine neue Kurzgeschichte der Hugo-Gewinnerin N.K. Jemisin.
  • Auch Szenenübergänge können im Film zum kreativen Element werden, wie Nerdwriter anhand von Edgar Wrights „Scott Pilgrim vs. The World“ verdeutlicht.
  • Nowness: Stephen Fry hates Dancing, im großartigen Kurzfilm von Jo Roy. (via)

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Linked [53]

Lesens- und Sehenswertes aus dem Netz: Kalenderwoche 36, 2015.

  • Lenny: In ihrem jüngst gestarteten Newsletter veröffentlicht Lena Dunham eine Kurzgeschichte, „Six Sausages“.
  • Vulture bringt eine neue Kurzgeschichte, „The Goat Variations“, von Jeff Vandermeer, einen Weird-Fiction-Ausblick in ein alternatives 9/11.
  • Via Fusion: „Raising Dion“, ein Comic von Dennis Liu und Jason Piperberg über die alleinerziehende Mutter eines jugendlichen Superhelden. Erstes Kapitel online for free.
  • Vanity Fair interviewt Elena Ferrante.
  • Vulture kritisch über die literarischen Ambitionen des Jonathan Franzen: „His notion of the novel as a lover echoes Sontag’s famous call for an ‚erotics of art‘ but manages to be less aspirational, less radical, less sexy.“
  • Die Welt: Mercedes Lauenstein über das Schreiben: „Schreiben ist Wichtigtuerei, Arroganz, Aufmerksamkeitsgeilheit, totaler Narzissmus und erbärmlichste Bedürftigkeit – alles, was unsympathisch ist und anstrengend.“
  • Coffee & TV: Lucky & Fred sind wieder auf Sendung.
  • Rap ist lässt Gregor Gysi Songtexte von K.I.Z. analysieren.

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Linked [40]

Lesens- und Sehenswertes aus dem Netz: Kalenderwoche 22, 2015.

  • Die Welt: Haruki Murakami erzählt von seinen schriftstellerischen Anfängen.
  • The New Yorker bringt eine Kurzgeschichte von Salman Rushdie, „The Duniazát“.
  • Vulture spricht mit Neil Gaiman über „Sandman: Overture“ (und zeigt Auszüge aus dem neuen Band).
  • Vulture: Abraham Riesman über die Hintergründe von Ultimate Marvel.
  • Schöner Fan-Trailer für den überfälligen Black Widow-Film
  • Coldplay: Game of Thrones – the Musical, die komplette Version: „One word that comes to mind is Titanic. But not in terms of the successful movie, in terms of the unsuccessful boat.“
  • The New York Review of Books: Nicolas Pelham berichtet von den zwei Gesichtern des Irak unter ISIS und Premierminister al-Abadi.

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Linked [34]

  • WDR 3 bringt ein Hörspiel über Hunter S. Thompson.
  • The New Yorker: Elif Batuman macht sich Gedanken über „Reading Racist Literature„.
  • Literary Hub: „The Sense in Turning Away“ – spannendes Photo-Essay von Teju Cole.
  • Die Welt: Marlene Streeruwitz ergänzt ihre Geschichte-in-der-Geschichte „Nachkommen.“/“Die Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland“ um eine Fortsetzung: „Es ist seltsam, sich vorzustellen, dass die Verhandlungen in dieser Weltbank da in Washington unter Strauss-Kahn stattgefunden haben. […] Irgendwie geht es immer darum, wer fickt und wer gefickt wird.“
  • Tor.com führt ein lesenswertes Interview über Fantasy-Worldbuilding mit Kameron Hurley und Ken Liu.
  • Grantland: Claire L. Evans denkt anlässlich „Ex Machina“ über „the Emotional Intelligence of Computers“ nach.
  • The Baffler: David Graeber betrachtet das Paradox der Krawatte.
  • Do Not Track: Interaktive Doku-Reihe, die aufzeigt, was Das Internet™ mittels Cookies und Tracker alles über uns weiß.

Linked [18]

  • Grantland schreibt ausführlich und sehr lesenswert über die Fünfjahrespläne der großen Hollywood-Studios und was sie für die Zukunft des Films bedeuten. „What the movie industry is about, in 2014, is creating a sense of anticipation in its target audience that is so heightened, so nurtured, and so constant that moviegoers are effectively distracted from how infrequently their expectations are actually satisfied. Movies are no longer about the thing; they’re about the next thing“.
  • Sin Titulo: Schon älter, aber gerade erst entdeckt: Ein bereits abgeschlossener surrealer Webcomic von Cameron Stewart. Dicke Empfehlung.
  • Die Welt: John Garth spürt den Einflüssen des Ersten Weltkriegs auf J.R.R. Tolkiens „The Lord of the Rings“ nach.
  • CGP Grey: Auch zum Thema: Die Leute, die sonst tolle geographische Erklärvideos machen, erklären die Mythologie von Mittelerde in unter fünf Minuten, wenn auch nicht gerade ausführlich oder zufriedenstellend. Video unten.
  • BBC Radio 4 vertont „Good Omens“ von Neil Gaiman und Terry Pratchett in sechs halbstündigen Folgen, vier Wochen anhörbar. „It’s the end of the world, but perhaps not quite as we expect it.“
  • The Atlantic bringt einen der wenigen lesenswerten Jahresrückblicks, nämlich eine Zusammenfassung von Interviews mit Autor*innen über ihre Kunst.
  • Aeon fragt, warum wir Unsterblichkeit in Ruhm suchen.

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Linked [9]

  • Die taz rückt die Vergabe des Literaturnobelpreises an Patrick Modiano ein bisschen in Perspektive. Die schwedische Akademie hat im Grunde eine Liebhaberentscheidung getroffen, die keinen Falschen trifft, aber auch keine Maßstäbe setzt.Derweilen gibt es bei der Welt einen Auszug aus Modianos Roman Im Café der verlorenen Jugend.
  • Tor.com: Anlässlich der nächsten Januar kommenden Verfilmung von Susanna Clarkes Jonathan Strange & Mr Norrell, unzweifelhaft einem der besten Fantasy-Romane überhaupt (nein, abweichende Meinungen sind nicht legitim) wagt sich Kate Nepveu an einen Re-Read, und ich nutze die Gelegenheit gerne, um meine Erinnerungen ein bisschen aufzufrischen.
  • Tor.com: „[I]n this dark and uncertain world, I have to face the horrifying truth that not everyone has read Miéville“, stellt Jared Shurin fest, und da ich gerade China Miévilles über alle Maßen grandioses Opus Magnum Perdido Street Station lese und nicht zum ersten Mal von diesem Mann, der Fantasy-Literatur runderneuert hat, begeistert bin, gebe ich das einfach mal weiter.
  • WDR 5 nimmt Xavier Naidoos kruden Verschwörungsmischmasch auseinander.
  • Perlentaucher.de zuppelt ein bisschen am Unvermögen der Öffentlich-Rechtlichen herum, ein jugendliches Publikum anzuziehen. Man könnte auch von Dilletantismus reden. „Das Geld wäre für schnelleres Internet, etwa auch auf dem Land, wesentlich besser investiert.“
  • StarWarsUncut.com ist ein Fanprojekt, das den zweifellos besten Star-Wars-Film The Empire Strikes Back 1:1 nachgestellt hat – und zwar mit einer Menge Enthusiasmus und Fantasie. Der komplette Film siehe unten.
  • The Movie Maniacs haben en Detail nachgezählt, welches Haus in Game of Thrones den höchsten Weinverbrauch hat. Ergebnis erwartbar. Video unten.

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Linked [8]

  • The New Yorker bringt eine neue Kurzgeschichte von Haruki Murakami, „Scheherazade“. Danach ruhig mal das zugehörige, recht kurze Interview mit Murakami lesen. Sympathisch zu lesen, wie wenig er über seine eigenen Figuren weiß, oder zu wissen vorgibt – auch wenn sein Schreibstil dazu tendieren lässt, jedes seiner Worte für bare Münze zu nehmen. Auch Die Welt bringt eine neue Murakami-Erzählung, hier und hier. Beide stammen aus der neuen Sammlung „Men Without Women“, im Deutschen „Von Männern, die keine Frauen haben“.
  • Aeon porträtiert Elon Musk, Selfmade-Milliardär, Wannabe-Weltallkolonist und eine, was mich angeht, durch und durch spannende, wenngleich leicht größenwahnsinnige Gestalt. „Musk is on an epic run. But he keeps pushing his luck. In every interview, there is an outlandish new claim, a seeming impossibility, to which he attaches a tangible date. He is always giving you new reasons to doubt him.“
  • The New York Review of Books. Zadie Smith veröffentlicht ein Essay über den amerikanischen Hang zum Pursuit of Happiness.

Linked [2]

  • The Guardian fasst eine Debatte um ein übersexualisiertes Spider-Woman-Cover zusammen und zitiert Tom Brevoort von Marvel: „I think a conversation about how women are depicted in comics is relevant at this point, and definitely seems to be bubbling up from the zeitgeist.“ Stimm, siehe etwa den großartigen Blog Escher Girls. Wobei Bongboing die ganze Sache dann doch etwas zurechtrückt.
  • Die Welt, sorry, huldigt dem Medium Kurgeschichte: „Spürbar … eine gute Kurzgeschichte löst eine Emotion aus, eine Bewegung, die anders, als beim Roman, eine Interruption sein kann, ein verhallender Schuss, ein Stein, der aufs Wasser trifft, wir spüren mehr, als wir wissen.“
  • Nerdcore hat einen unterhaltsamen Tumblr ausgegraben, One Star Book Reviews, Name ist Programm.