Death Cab for Cutie | Million Dollar Loan

„Every ascension to a throne / starts with a million dollar loan“

Death Cab for Cutie liefern schon einmal den Song zur Donald-Trump-Präsidentschaft, komplett mit eingemauertem „Selfmade“-Milliardär. Ben Gibbard: „While campaigning in New Hampshire last year, he attempted to cast himself as a self-made man by claiming he built his fortune with just a ‘small loan of a million dollars’ from his father. Not only has this statement been proven to be wildly untrue, he was so flippant about it. It truly disgusted me.“ Das ganze ist Teil der „30 Days, 30 Songs“-Kampagne für ein Trump-freies Amerika. Na dann viel Erfolg.

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Gurr | Walnuts

„Wir nehmen teil an der Belanglosigkeit.“

Guter Garage/Indie aus deutschen Landen, was es nicht alles gibt. Gurr kommen aus Berlin und mit dem anstehenden Debütalbum „In my head“, es wäre zu wünschen, bald ganz groß raus. „Walnuts“ gibt es auch in deutscher Variante, als „Walnuss“, klingt so gleichzeitig tiefgründiger und alberner (siehe Zitat oben), und ich bin noch unentschlossen, welche Version mir besser gefällt.

Linked 19|2016

Lesens- und Sehenswertes aus dem Netz: Kalenderwoche 38, 2016.

  • Every Frame a Painting fragt: Warum eigentlich fehlt dem Marvel Cinematic Universe einprägsame Musik?
  • Now You See It überlegt: „Swearing in Film: What the fuck does it mean?“
  • Wisecrack bespricht die Philosophie(n) von „Star Trek“, insbesondere die zwei Seiten des Utilitarismus, verkörpert von Mr. Spock und den Borg. (Via.) Auch der SWR2 spricht darüber – und feiert 50 Jahre von Gene Roddenberrys Vision.
  • Tor.com stellt sämtliche anstehenden Fantasy/SF-Verfilmungen vor.
  • Literary Hub über Ghibli-Filme und ihre literarischen Vorlagen.
  • Vulture spricht mit Alan Moore über seinen neuen Roman „Jerusalem“ und den bedrückenden Status Quo der Comic-Industrie.

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Linked 18|2016

Lesens- und Sehenswertes aus dem Netz: Kalenderwoche 34, 2016.

  • Nerdwriter überlegt, wie Bon Iver mit dem großartigen „Holocene“ Stimmung schafft.
  • Das superbe Online-Portal Tor.com hat jetzt eine deutsche Ausgabe, TOR Online.
  • Literary Hub über die Schwierigkeiten, Literatur zu kartographieren.
  • The New York Times interviewt N. K. Jemisin, die gerade als erste Afroamerikanerin einen Hugo-Award für den besten Roman gewonnen hat: „What I’m seeing here is that I’m not alone in being tired of medieval Europe and phallic spaceships.“
  • The New Yorker über die Politik des Surrealismus in den Werken China Miévilles.
  • kaptainkristian über Sinn und Möglichkeit einer „Watchmen“-Adaption.
  • Now You See It erklärt, wie man Jump Scares sinnvoll einsetzt – mit einer grandiosen Montage von „Poltergeist“ und „The Prestige“.
  • BBC hat die Filmkritik nach den 100 besten Filmen des 21. Jahrhunderts befragt.
  • Honest Trailers nimmt sich die Emmys 2016 vor. (Hier die Nominierten.)
  • Vulture bringt ein ganz interessantes Gespräch von Craig Jenkins and Frank Guan über kulturelle Appropriation in diversen Formen: „there are aspects of blackness that are not universally understood, and that this should be taken into consideration, however loosely, in the coverage of music.“

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Benjamin Francis Leftwich | Mayflies

„I don’t wanna say it’s something, afraid I’m gonna make it true“

Wortwörtlich traumhaftes Video, mit dem Falsettobarde Benjamin Francis Leftwich fünf Jahre nach seinem wundervollen Debüt „Last Smoke Before the Sunstorm“ wieder aus einer derart gründlichen Versenkung auftaucht, dass ich ihn völlig vergessen hatte. Da das Leben nun einmal dazu tendiert, ulkige Zufälle zu basteln, habe ich ihn gerade rechtzeitig fürs Zweitwerk „After the Rain“ (erscheint in zwei Wochen) wiederentdeckt. Was den Song angeht: Potential nach oben ist noch da.

Linked 16|2016

Lesens- und Sehenswertes aus dem Netz: Kalenderwoche 28, 2016.

  • Vulture fragt ausführlich in der TV-Branche nach: Droht der US-Serienlandschaft ein Peak TV? „[T]he residents of TV land, busy as they are, can’t help but wonder sometimes if the last five years will ultimately be remembered not as the dawn of a glorious new era but the last gasp of a dying medium called television.“
  • Vanity Fair porträtiert Comedy-Darling Amy Schumer.
  • Tor.com stellt 100 afrikanische Künstler der Fantasy/Science Fiction vor.
  • The New York Times überlegt, an welche Rockstars sich die Zukunft erinnern wird.
  • Now You See It: Was ist der Unterschied zwischen britischer und US-Comedy?
  • Der Bachmannpreis 2016 geht an Sharon Dodua Otoo. Hier ist das Video ihrer Lesung von „Herr Göttrup setzt sich hin“, hier sind alle Auftritte zu finden.
  • Kampf der Künste: Zeit für Slam Poetry: Dalibor, „Fünf Texte zur Frage der Nation“.

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Rob Lynch | Prove It!

„I didn’t come here looking for a gun fight / I came here for a good night.“

Netter, launiger Aufmacher zum neuen Album „Baby, I’m A Runaway“ des jungen Engländers mit der Extraportion positiver Attitüde. Sein Debütalbum war großartig, sein zweites dürfte nicht viel schlechter werden.

Beginner | Ahnma feat. Gzuz & Gentlemen

„Wir packen Hamburg wieder auf die Karte.“

Denn da gehört Hamburg hin, mit fettem Kreuz auf die deutsche Rap-Landkarte. Auch wenn alle von Berlin reden, niemand wird vergessen haben, was die Beginner und Konsorten für den deutschen Rap getan haben. (Genauso, wie die Hamburger nicht vergessen, was Heidelberg für sie bedeutet hat, und deshalb ihr neues Album auch passend „Advanced Chemistry“ nennen.) Und darum wird neues Zeug auch immer noch gefeiert, auch wenn zu viele Jahre in den Charts Eizi nicht wirklich gut getan haben.

Captain Planet | Vom Ende an

„Bis die Stimme aufgibt / bis alles zerfällt.“

Passendes Video zu Captain Planets Hymne an die Zyklen des Alltags und die kleinen Besonderheiten, die dann doch alles anders machen, zumindest für einen Moment. Das neue Album „Ein Ende“ ist ab sofort auf Zeitstrafe erhältlich.