A Perfect Day (2015)

„You guys spend so much time around here, you forget what real life is like.“

Was passiert
A Perfect DayBosnien, Kriegsgebiet, 1995. Irgendwo im abgelegenen Hinterland schwimmt eine Leiche in einem Brunnen und verseucht den einzigen Wasserzugang der Bevölkerung eines Bauerndorfes. Eine Gruppe internationaler Hilfsarbeiter versucht, den Körper zu entfernen, hat dabei jedoch mit Materialmangel, lokalen Milizen und UN-Bürokratie zu kämpfen. Für die idealistische Sophie eine Katastrophe nach der anderen, während Mambrú kurz vor dem Absprung ist und sich längst in Galgenhumor geflüchtet hat – bis die Truppe einen Jungen aufgabelt, dessen Eltern vor dem Bürgerkrieg geflohen sind.

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Trailerschau [58]

Film und Serie: Neue Trailer, Kalenderwoche 39, 2015.

Truth: Cate Blanchett und Robert Redfort als CBS-Journalisten Mary Mapes und Dan Rather, die sich 2004 in eine falsche Wahrheit über GW Bushs Militärdienst versteigerten. Regie führt James Vanderbilt („Zodiac“, aber auch „The Amazing Spider-Man“), mit dabei u.a. Elisabeth Moss und Dennis Quaid. Prognose: Und schon wird gemunkelt, Blanchett könnte sich selbst ihren nicht unwahrscheinlichen Oscar für „Carol“ streitig machen. Halte ich für etwas hoch gegriffen; mir scheint, Hollywood gehen allmählich die Anlässe für zeitgenössische Dramen nach wahren Anlässen aus. „Truth“ schreit eher nach einer halben Episode „The Newsroom“ als nach Oscar-Buzz, womit ich nicht unterschlagen möchte, dass Redford und insbesondere Blanchett durchaus in der Lage sind, mittelmäßiges Material zum Strahlen zu bringen.

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Trailerschau [43]: The Martian, The Program, A Perfect Day

The Martian: Ridley Scott verlegt „Saving Private Ryan“ ins Weltall (im Deutschen albernerweise auch noch mit „Rettet Mark Watney“ untertitelt, damit auch niemand die Referenz verpasst) und lässt in seinem neuesten Monumentalprojekt Matt Damon auf dem Mars statt in Deutschland stranden, während seine Crew (mit u.a. Jessica Chastain, Kate Mara, Chiwetel Ejiofor, Kriten Wiig hochkarätig besetzt) verzweifelt versucht, ihn zurückzuholen. Nach mäßigen bis schlechten Scott-Filmen in den letzten Jahren gibt es, vom Cast abgesehen, eigentlich keinen Grund für hohe Erwartungen, zumal eine solche Geschichte eigentlich einen Fokus auf den gestrandeten Astronauten verlangt und Matt Damon dafür sicher nicht der richtige Schauspieler ist. Ein unterwältigender Trailer zu einem Film, der sich wohl kaum in die Liste erfolgreicher SF-Produktionen der letzten Zeit einreihen wird. Kinostart: 26. November.

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