Linked 26|2016

Lesens- und Sehenswertes aus dem Netz: Kalenderwoche 50, 2016.

  • Im Guardian-Podcast unterhält sich Stewart Lee ausführlich mit Alan Moore über dessen Mammuth-Projekt „Jerusalem“.
  • FAZ.net huldigt in ihrer „Pop-Anthologie“ Songtexten. Zu Anfang: Niels Frevert.
  • Longreads: „BRAAAM“ – Hollywood und der Siegeszug des „Inception“-Geräuschs.
  • NY Review of Books: Zadie Smiths schöne Dankesrede zum Welt-Literaturpreis.
  • Wired’s Science-Fiction-Ausgabe kommt mit diversen Kurzgeschichten, u.a. von N.K. Jemisin, Malka Older und Etgar Keret.
  • Neil Gaiman liest Edgar Allan Poes „The Raven„. (via Tor.com)
  • Lewis Criswell denkt nach über die Geschichte des „Editing in Storytelling“.
  • Schöner Re-Edit: Gabriella LoBue macht aus „Lost“ eine Comedy-Serie.

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Lesens- und Sehenswertes aus dem Netz: Kalenderwoche 20, 2015.

  • The Japan Times interviewt Haruki Murakami.
  • Granta: „Light“, Gewinner-Kurzgeschichte des 2015 Commonwealth Short Story Prize von Lesley Nneka Arimah.
  • Flavorwire stellt non-binäre / genderfluide Romane vor.
  • Studentpulse: William J. Hugel beschäftigt sich mit kartographischer Destabilisierung in Jeff VanderMeers Southern-Reach-Trilogie.
  • @Rosenthaltweets mit einem wunderbaren Spoof der Marvel-Franchise-Pläne.
  • Fusion.net: Kashmir Hill trifft in Beijing Laura Poitras, Ai Weiwei und Jacob Appelbaum, was sich so spannend liest, wie es sich anhört.
  • Die Zeit: Feridun Zaimoglu sucht im Freitext nach dem wahren Linken unserer Zeit: „Sie umstehen die Leiche Suhrkamp, sie fressen die Theorie, sie fressen Leichenfleisch. Es zählt allein die Tatsache, nicht die Tat der Radikalen.“
  • Wired bringt eine ausführliche Reportage über Silk Road, dem 2014 aufgeflogenen Deep-Web-Schwarzmarkt.
  • David Simon kommentiert angesichts zunehmend häufigeren Ausschreitungen in US-Großstädten zur Null-Toleranz-Politik: „Zero tolerance is exactly what it sounds like: Intolerance.“
  • Kurz gesagt erklärt das Fermi-Paradox.
  • Aeon fragt: „Is cosmology having a creative crisis?“

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Linked [36]

  • Wired fragt: „Could the Planets in Star Wars Actually Support Life?“
  • Youtube: „Too Many Kings – A Game of Thrones version of Too Many Cooks“
  • Concordia University: Ein Gespräch mit William Gibson über digitale Techologie, Identität und Gesellschaft. (Via BoingBoing)
  • The Paris Review: Cory C. Delistraty über sexuelle Identität von und bei Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald.
  • Literary Hub bringt einen Auszug aus Elizabeth Kolberts jüngst Pulitzer-preis-prämiertem Buch „The Sixth Extinction: An Unnatural History“.
  • Electric Literature: Jeff Vandermeer bespricht die Rolle, die Literatur in einer Auseinandersetzung mit dem Klimawandel einnehmen kann und sollte.
  • Die Zeit: Moritz von Uslar geht mit Dirk von Lowtzow spazieren.
  • Perlentaucher bringt ein eindringliches Essay von Aleida Assmann zum Genozid an den Menschen Armeniens.
  • The Washington Post: Neville Morley analysiert mit Verweis auf den Spieltheoretiker und Finanzminister Yanis Varoufakis: „How Thucydides helps explain Greece’s problems with Germany“.

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Linked [27]

  • Oscars 2015: Alle Auszeichnungen auf einen Blick. (17 von 24 Kategorien richtig getippt – ordentlicher Wert.) The New Yorker benotet derweil Dankesreden.
  • Every Frame a Painting dekonstruiert den Aufbau einer Szene aus „The Bad Sleep Well“ von Akira Kurosawa. (Video unten.)
  • Whoknows Presents kennt die „Die kulturell bedeutendsten Filme – objektiv und automatisch ermittelt“ – etwas quantitativ für meinen Geschmack, aber interessant.
  • Der Freitag: Das deutsche Kino leide unter zu vielen Neustarts, verursacht durch zu viel Filmförderung.
  • Rolling Stone wirft einen ersten Blick in Chuck Palahniuks Comic-Sequel zu Fight Club.
  • The Times Literary Supplement berichtet über Twee (Hipster) als regressive Bewegung.
  • Aeon: Philip Ball schreibt gegen die Many-Worlds-Hypothesis an.
  • Wired: In der aktuellen Ausgabe geht es um „Sex in the Digital Age“. In einem interessanten Artikel beschäftigt sich Kat McGowan mit verschiedenen Formen von Asexualität.
  • The Atlantic: Jacob Brogan streitet für den Gebrauch des Präteritums im Schreiben über Fiktion. „[George] Lucas believed that he was merely repairing superficial errors, but his fans disagreed. Proclaiming their discontent on shirts, stationery, and everything in between, the disgruntled insist that ‚Han shot first.‘ Significantly, they describe their hero’s actions in the past tense: They were there, saw what happened. They know the way things went down, whatever the present evidence to the contrary.“
  • NZZ: Klaus Bartels fragt, was wir eigentlich unter einer Person verstehen.
  • The New York Review of Books: Charles Simic geht mit dem Militarismus der amerikanischen Politik so hart ins Gericht wie selten ein Kommentator: „We’re more likely to see the Taliban shave their beards and let their wives and daughters wear miniskirts than our own leaders break their addiction to militarism.“

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Linked [25]

  • The Daily Show: Jon Stewart hat seinen Abschied von der Show angekündigt. Schade, ich schaue The Daily Show immer noch gerne, aber ich stimme dem, was er in seiner Ankündigung sagt, absolut zu, und freue mich darauf, was er als Nächstes machen wird. The Guardian sammelt derweil Jons beste Momente, und Grantland macht sich schon mal Gedanken über die Nachfolge.
  • Screen Junkies: Der Honest Trailer für „Boyhood“. Vielleicht der Beste überhaupt.
  • Winter is Coming veröffentlicht George R.R. Martins erstes Outlining vom damals noch als Trilogie geplanten A Song of Ice and Fire vom Dezember 1993 (ich bin unsicher, ob ich mich deshalb alt oder jung fühlen sollte), und die Unterschiede zwischen dem mehr auf klassische Heroic Fantasy angelegten ersten Entwurf und dem Endprodukt sind schon einen Blick wert.
  • The Daily Beast: „Why Americans Don’t Read Foreign Fiction„.
  • The New Yorker: Elizabeth Alexander schreibt einen fabelhaften Text über den Tod ihres Ehemannes, Ficre Ghebreyesus. „Something is fading: not the memory of him but the press of memory, the closeness of him. He is somewhere in the atmosphere, but also not. He is fifty and I am fifty-one. He is a photograph in the living room; he is, for the moment, still.“
  • Wired ist besorgt über automatische Killerroboter.
  • The Guardian: „Why are we obsessed with the Nazis?“ (Ein gutes Beispiel übrigens, wie große Nachrichtenseiten an Relevanz gewinnen können, wenn sie nicht nur auf sich selbst verlinken würden.)
  • The Chronicle über Glück (im Sinne von Luck, nicht Happiness).
  • Aeon fragt, wie und zu welchen Kosten Englisch zur einzigen Sprache der Weltwissenschaft aufsteigen konnte.

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Linked [15]

  • The New Inquiry fragt sich, warum eigentlich niemand neuste afrikanische Literatur liest, und macht ein paar Vorschläge.
  • The New Yorker ist angetan von J.J. Abrams‘ Star Wars. Mehr dazu übermorgen in der Trailerschau.
  • Wired lässt sämtliche Beteiligten die Geschichte des großartigen „The Right Stuff“ über die Anfänge der Raumfahrt erzählen.
  • The New York Review of Books wagt einen lesenswerten Ausblick auf die nächsten US-Wahlen 2016 und die Entwicklung der beiden großen Parteien. „And so here we are, entering the twilight of the Barack Obama era, which opened with some observers touting a certain Democratic realignment and with millions of liberal hearts pulsating with hope. Now it is ending with our partisan divide seemingly institutionalized into a presidency that will likely amount to a Democratic branch of government and Congress a likely Republican branch. It is not a likely prospect for agreement on changing the country for the better.“

Linked [13]

  • The New York Review of Books fragt, warum eigentlich moderne Bücher lesen, wenn noch so viele Klassiker warten? „To read the Iliad, claims Roberto Calasso in The Marriage of Cadmus and Harmony, is to appreciate that there is no progress in art. It’s hard not to agree. But that does not mean that everything has been done.“
  • Wired: David Cronenberg im Geek’s Guide to the Galaxy-Podcast. „And so then I come up with ‘reality is neurology.'“
  • Winter is Coming widmet sich ausführlich der destabilisierenden Wirkung dynastischer Ehe in A Song of Ice and Fire, was sehr schön einher geht mit etwas, das Tower of the Hand Southron Ambitions nennt und ein wunderbares Beispiel für gelungenes Fantasy-Worldbuilding ist, das Geschichte jenseits der Geschichte gestaltet.
  • Vulture: „John Oliver Is Outdoing The Daily Show and Colbert„. Stimmt.
  • Adult Swim zeichnet für diesen bizarren Kunstfilm namens „Too Many Cooks“ verantwortlich, der gerade rumgeht wie Grippe. Wer mal zehn Minuten totzuschlagen hat, darf zugreifen. Video unten.
  • Joe Kramer: Der beste Kurzfilm der letzten Zeit ist aber „Running the Grammatar“, „an award-winning indie comedy about a group of self-centered 20-somethings trying to navigate their way through relationships in a city that’s under constant attack from a giant, fire-breathing Japanese monster“. Nuff said.

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Linked [1]

  • Wired stellt die Frage, ob dystopische Science-Fiction-Literatur uns ein zu negatives Bild von Technik vermittelt: „[O]ptimism is the new subversion“, meint Michael Solana, während Devon Maloney entgegnet, dass Dystopien in der Regel nicht den technologischen Fortschritt an sich angreifen: „Those stories are often more about how powerful people use tech to oppress others“. Entsprechend spielen, was viel zu oft übersehen wird, SF-Elemente in vielen Dystopien, von „1984“ über „Fahrenheit 451“ bis hin zu „The Hunger Games“, eine eher untergeordnete, wenn überhaupt eine Rolle.
  • Die Zeit publiziert einen Auszug aus Karen Köhlers Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“: „Obwohl wir Namen haben, sogar ganz normale, also keine ultradoofen wie Babsi und Horst oder so, benutzen wir sie miteinander nicht. Wir haben Kosedinger. Du sagst Krassiwaja. Ich Libero. Libero, weil ich dich frei denke.“
  • The New York Review of Books zur (vermeintlichen) Hierarchie von Genre Fiction und Literary Fiction, und ob das eine zum anderen führt oder man überhaupt unterscheiden sollte: „[T]he hope that one might ascend from Hermione Granger to Clarissa Dalloway is usually expressed as a tentative wish. Nevertheless, it serves to justify the intellectual’s saying, ‚Frankly, I don’t mind what they’re reading, etc.‘ (as if this were some kind of concession)“.
  • Tor.com mit einer wunderschönen (und wunderschön illustrierten) Kurzgeschichte von Ruthanna Emrys, „Seven Commentaries on an Imperfect Land“: „Amber knew that snakes were not to be trusted. But she also knew that invitations to strange worlds were not to be turned away.“
  • Coffee & TV lässt freuen auf eine neue Folge „Lucky & Fred“.