Academy Awards 2017: Prognose

Ob man Thinkpieces, die Awards-Zeremonien als politisches Event umzudenken versuchen, allzu ernst nehmen sollte, sei mal dahingestellt. Ob bei der 89. Oscar-Verleihung am kommenden Sonntagabend nun „La La Land“ oder „Moonlight“ große Erfolge feiert, ist wohl kaum ein Indikator für die aktuelle Weltlage, egal was Meryl Streep dazu zu sagen hat. Für mich bleibt es nicht mehr oder weniger als gute Unterhaltung, deshalb im folgenden die obligatorische Prognose. Die 16/24 aus dem letzten Jahr waren doch eher durchwachsen und sollten zu toppen sein, zumal das Rennen in vielen Kategorien in diesem Jahr doch etwas einseitiger ausgefallen ist. Da ich zum Zeitpunkt des Verfassens erst vier der neun Best-Picture-Nominierten gesehen habe, spare ich mir allerdings die „Was hätte sein sollen“-Anmerkungen und beschränke mich auf die wahrscheinlichsten Gewinner. (Ein Blogosphären-Tippspiel gibt es hier.)

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Filmblick Februar 2016

Im Februar 2016 gesehen:

Concussion (Peter Landesman, UK/AU/US 2015) – 6/10

Bridge to Terabithia (Gabor Csupo, US/NZ 2007) – 6/10

Contagion (Steven Soderbergh, US/AE 2011) – 7/10

Donald Trump’s The Art Of The Deal: The Movie (Kurzfilm, Jeremy Konner, USA 2016) – 7/10

Waterdrop (Kurzfilm, Ren Wang, ? 2015) – 7/10

Hanna (Joe Wright, US/UK/DE 2011) – 7/10

Atonement (Joe Wright, UK/FR/US 2007) – 7/10

Suffragette (Sarah Gavron, UK 2015) – 7/10

Brooklyn (John Crowley, IE/UK/CA 2015) – 8/10

Hail, Caesar! (Ethan & Joel Coen, UK/US 2016) – 5/10

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Trailerschau [71]

Film und Serie: Neue Trailer, Kalenderwoche 53, 2015.

Synchronicity: Dieser Zeitreise-Thriller von Jacob Gentry ist der neueste Eintrag in einer langen Tradition von Science-Fiction-Filmen, deren Vision größer ist als ihr Budget, was ich durchaus zu schätzen weiß. Prognose: Gelegentlich muss man solchen Filmen attestieren, dass sie einen besseren Kurzfilm abgegeben hätten. Ob dieser über seine anderthalb Stunden trägt, bleibt also abzuwarten. Trotzdem freut es mich, dass der Trend zu innovativer Independent-SF als Gegengewicht zum Big Dumb Hollywood anhält.

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Trailerschau [67]

Film und Serie: Neue Trailer, Kalenderwoche 48, 2015.

Captain America: Civil War: Vergessen wir „Age of Ultron“ und tun einfach so, als wäre das hier der zweite „Avengers“-Film. Denn selbst Marvel scheint gerafft zu haben, dass das Unterhaltsamste am ersten Teil nicht der blöde MacGuffin-Plot war, sondern Thor vs. Iron Man. Diesmal lassen Anthony und Joe Russo Cap (Chris Evans) gegen Tony Stark und co. antreten, um Bucky (Sebastian Stan) zu beschützen. Prognose: „The Winter Solider“ war der bislang beste Film des MCU. Es besteht also aller Grund, optimistisch zu sein, zumal „Civil War“ weder mit esotherischen Nebenplots um Infinity Stones noch dem Problem absenter Avengers zu kämpfen hat. Sehr wahrscheinlich ein Highlight der nächsten Blockbuster-Saison. Kinostart: 5. Mai 2016.

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Trailerschau [43]: The Martian, The Program, A Perfect Day

The Martian: Ridley Scott verlegt „Saving Private Ryan“ ins Weltall (im Deutschen albernerweise auch noch mit „Rettet Mark Watney“ untertitelt, damit auch niemand die Referenz verpasst) und lässt in seinem neuesten Monumentalprojekt Matt Damon auf dem Mars statt in Deutschland stranden, während seine Crew (mit u.a. Jessica Chastain, Kate Mara, Chiwetel Ejiofor, Kriten Wiig hochkarätig besetzt) verzweifelt versucht, ihn zurückzuholen. Nach mäßigen bis schlechten Scott-Filmen in den letzten Jahren gibt es, vom Cast abgesehen, eigentlich keinen Grund für hohe Erwartungen, zumal eine solche Geschichte eigentlich einen Fokus auf den gestrandeten Astronauten verlangt und Matt Damon dafür sicher nicht der richtige Schauspieler ist. Ein unterwältigender Trailer zu einem Film, der sich wohl kaum in die Liste erfolgreicher SF-Produktionen der letzten Zeit einreihen wird. Kinostart: 26. November.

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